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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

Komet 64P/Swift-Gehrels

(Bericht von Dr. Burkhard Lührmann, 4.11.2018)

Im Rahmen eines mehrjährigen Mosaik-Projektes des Nordhimmels wurde von mir am 2.11.2018 gegen 23:00 Uhr ein Himmelsabschnitt im Sternbild Andromeda aufgenommen. Der Bildmittelpunkt 01h00/37°30’, der sich zufällig durch die Mosaikrasterung ergeben hatte, führte dazu, dass die beiden großen Galaxien M31 (Andromeda-Nebel) und M33 (Dreiecks-Galaxie) gleichzeitig ins Bild gelangten.

Bei näherer Betrachtung der Aufnahme musste ich feststellen, dass sich zwischen den beiden Galaxien eine türkise Farbveränderung befand, die ich als eher störend und unschön empfand. Vielleicht sogar ein Sensorfehler?
Komet 64P/Swift-Gehrels, Aufnahme Burkhard Lührmann 2.11.2018
Bei weiterer Recherche entpuppte sich dieser Farbtupfer jedoch als der Komet 64P/Swift-Gehrels, der ursprünglich am 17.11.1889 durch Lewis A. Swift am Warner Observatory (Rochester, Bundesstaat New York) entdeckt und als „schön ohnmächtig“ beschrieben wurde. Erst am 8.02.1973 wurde er durch Tom Gehrels am Palomar Observatory (Kalifornien) wiederentdeckt. Er schätzte seine Helligkeit auf eine sehr geringe Größenordnung 19. Der Komet wurde in den Jahren 1981, 1991, 2000, 2009 und nun wieder in 2018 beobachtet [Wikipedia].

Seine Helligkeit erreichte zum Beobachtungszeitpunkt gerade das Maximum von 14 mag bei der fast minimalen Distanz von 66,7 Mio. Kilometern [TheSkyLive.com].
Manchmal ist der Zufall der größte Verbündete bei Entdeckungen.

Aufnahmedaten:
Polarie, EOS 7D, Zeiss Makro-Planar T* 2/50mm ZE.
86 x 1min Belichtung bei F/2.8, ISO-400
Bearbeitung in PixInsight und Photoshop.




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