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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

So geht „Weltraum erleben“

Bericht von einem samstäglichen Besuch auf der Sternwarte
(Bericht von Dr. Gerold Holtkamp, 8.5.2016)

Sonnenuntergang an der Sternwarte am 7.5.2016 - Bild: Carsten DebbeDas Wetter war schon mehrere Tage hindurch sommerlich schön. Der Samstag zeigte sich dazu noch mit einem besonders klaren Himmel. Um 22 Uhr wollten wir, also ich selbst und mein Besucherpaar, an der Sternwarte sein. Da ist die Sonne zwar schon lange untergegangen, aber es ist auch noch nicht so dunkel, dass man nichts mehr von der Sternwarte und ihrer Umgebung erkennen kann.

Als wir aus dem unruhigen und stark beleuchteten Osnabrück an der Sternwarte ankamen, war die gänzlich andere Stimmung direkt zu spüren: Die kommende Nacht, kaum Geräusche, aber auch mehrere Mitglieder der Astro-AG, die unser Besucherpaar freundlich begrüßten. Werner Wöhrmann hatte Sternwartendienst und hat sich gleich um seine Gäste gekümmert. Besonders gut ist die Regel für die Sternwarte am Samstag, dem Besuchertag, dass  Besucher am Fernrohr Vorrang haben vor möglichen Aufnahmen oder Messungen der Vereinsmitglieder. Das kommt gut an.

So bekam unser Besucherpaar eine erste Runde Jupiterbeobachtung, denn der war schon hoch am Himmel zu sehen. Dabei gab es viele Informationen zu den gut sichtbaren Streifen auf der Oberfläche des Riesenplaneten und seinen an diesem Abend auf der einen Seite Jupiters aufgereihten vier Monden. Die konnte ja auch schon Galilei mit seinem einfachen Fernrohr sehen, war zu erfahren.
Da es bis zur vollständigen Dunkelheit noch über eine halbe Stunde dauerte, war Zeit für einen Spaziergang bis zum Waldrand, um noch mehr Stimmung zu tanken. Zurück gab es draußen von Carsten Debbe eine Himmelsführung durch die sichtbaren Sternbilder. Carsten zeigte uns dann auch noch ein paar Fotos vom Sonnenuntergang, den wir ja mehr oder weniger bewusst verpasst hatten; im Nachhinein schade.
Jupiter, Io, Europa - Bild: Werner Wöhrmann
In der Sternwarte ging es nochmal weiter mit der Beobachtung eines Spiralnebels. Dann wurden wir plötzlich von Martin Steinbeisser nach draußen gerufen. In drei Minuten sollte ein Iridium-Satellit aufleuchten. Das sind Satelliten mit großen reflektierenden Solarzellen, die manchmal Sonnenlicht auf die Erde zurück werfen. Pünktlich nach drei Minuten gab es das schöne Schauspiel. Werner zeigte unserem Paar dann auch auf seinem Kamera-Display, was sonst nach an Aufnahmen mit Amateurgeräten möglich ist: Sterne verschiedener Farben, Sternhaufen, Spiralnebel, planetarische Nebel, …..  Alles mit vielen Erläuterungen und unter dem echten Sternenhimmel!

Bis Mitternacht kamen noch mehrere Besucher und Vereinsmitglieder dazu, so dass eine schöne Gruppe die Sternwarte belebte.  Wir, mein Besucherpaar und ich, haben dann noch ein Erinnerungsfoto von uns vor der Sternwarte gemacht und sind zurück nach Osnabrück gefahren.

Fazit: Der ewige Weltraum ist zwar auch nicht richtig ewig, aber vor allen Dingen ist er nicht langweilig für Besucher unserer  Sternwarte auf dem Oldendorfer Berg.