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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

Merkur vor Sonne
Auch in Osnabrück zu sehen

(Bericht Dr. Andreas Hänel 28.4.2016)

Am Montag, den 9. Mai 2016, ereignet sich ein Merkurtransit oder Merkurdurchgang,  der Merkur wandert vor der Sonne entlang. Dabei ist der Merkur nur ein kleiner schwarzer Lichtpunkt, der nicht mit bloßem Auge sichtbar sein wird, auch nicht mit einer Sonnenfinsternisbrille. Es ist daher wichtig:

Nie ohne geeignete Hilfsmittel (spezielle Sonnenfilter oder Sonnenprojektion) in die Sonne schauen – die Augen werden geschädigt und es führt zu Erblindung!

Letztmalig war ein Merkurtransit am 7. Mai 2003 in Mitteleuropa zu beobachten, der nächste wird am 11.11.2019 zu sehen sein, dann erst wieder im Jahr 2032.

In Osnabrück fängt Merkur um 13:12:14 Uhr an, über die Sonnenscheibe zu wandern, um 13:15:25 Uhr wird das schwarze Merkurscheibchen dann  vollständig vor der Sonnenscheibe stehen. Um 16:57:25 steht Merkur am nächsten zur Sonnenmitte. Um 20:37:20 wird er wieder den Sonnenrand erreichen und um 20:40:32 wird er die Sonne wieder vollständig verlassen haben. Da die Sonne erst gegen 21:07 untergeht, ist der Merkurtransit bei gutem Wetter und freier Horizontsicht im gesamten Verlauf zu beobachten.

Bei klarem Wetter bietet die Astronomische Arbeitsgemeinschaft des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück Beobachtungen an der Sternwarte auf dem Oldendorfer Berg von 13 bis 21 Uhr an – wegen der exponierten Lage ist der Transit dort bis zum Ende zu beobachten. Ob das Wetter Beobachtungen an der Sternwarte ermöglichen wird, ist ab dem Sonntag, 8.5., ab 12 Uhr auf unserer Homepage zu erfahren.
Andernfalls sind Beobachtungen in einer Gegend mit günstigeren Wetterprognosen geplant.

Merkurtransit 2003, Bild Dr. Andreas Hänel 

Foto: Der Merkurtransit vom 7. Mai 2003: Die beiden Aufnahmen wurden mit 3 Stunden Abstand aufgenommen. Neben einigen Sonnenflecken ist die Positionsveränderung des Merkur als schwarzer Punkt im oberen Teil der Sonne deutlich zu erkennen. Die blaue Farbe der Sonne ist auf das verwendete Filter zurückzuführen.  (Foto: Dr. A. Hänel)