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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

Komet P8/Tuttle

Wird Komet Tuttle der Weihnachtskomet? Durch die Presse ging, dass er Ende Dezember mit bloßem Auge zu sehen sein soll. Da er nach den Vorhersagen aber gerade mal die Helligkeit 6mag erreichen soll, wird man ihn wohl nur unter besten Bedingungen sehen können es sei denn er hat einen Helligkeitsausbruch wie Holmes (was aber eher unwahrscheinlich ist). Mit dem erwarteten großen Komadurchmesser dürfte er aber ein interessantes Feldstecher-Objekt werden, allerdings nur, wenn der Beobachtungshimmel dunkel ist!

Erste Aufnahmen mit einfachsten Mitteln (feststehende Kamera, Canon 350D mit f=28mm, 1:1,8, ASA400, 30s) zeigten ihn am 9. und 15. Dezember gerade an der Nachweisgrenze (ca. 8.5-9mag).

5 Einzelaufnahmen zu je 30s, Canon 350D, ASA 1600, f = ca. 4m

Eine Beobachtung gelang dann am 15. Dezember in der Sternwarte am Oldendorfer Berg (gemeinsam mit H. Striedelmeyer, der glücklicherweise den Kameraadapter mithatte, den ich vergessen hatte, und einigen Besuchern). Komet Holmes (s.u.) war an diesem Abend im Teleskop nicht mehr spektakulär, da viel zu ausgedehnt, doch Tuttle war deutlich als diffuser Fleck zu erkennen. Es wurden Aufnahmen mit Shapleylinse (ca. 4m Brennweite) mit 30s Belichtungszeit bei ASA1600 gemacht, da sich der Komet schnell bewegt. Die Einzelaufnahmen wurden auf den Kometen zentriert überlagert, die Sterne erscheinen als eine Punktspur, da sich ja der Komet weiterbewegt hat. Deutlich ist die grünliche Färbung der Koma zu erkennen.
Mehr über den Kometen: www.kometen.info