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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

Polarlicht über Osnabrück 17.3.2015

(Bericht Andreas Hänel)

Schon den ganzen Tag wurde es gemeldet:
Ein C9-Flare vom 15.3. führte zu einem Gasausbruch auf der Sonne, die Plasmawolke erreichte die Erde am Dienstag. Seit dem Nachmittag war das Erdmagnetfeld stark gestört - der planetare kp-Index als Mass für die Magnetfeldstörungen stieg bis auf einen Wert von 8, damit dürften Polarlichter auch in Mitteleuropa zu sehen sein.

Und so hatten sich nach Ende der Dämmerung einige Mitglieder der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück vor ihrer Sternwarte auf dem Oldendorfer Berg getroffen. Wegen der Cirren-Bewölkung war das Polarlicht mit dem Auge nicht von den Wolken zu unterscheiden, zumal das Auge die geringe rote Färbung kaum erkennen kann. Doch Fotos, aufgenommen mit digitalen Spiegelreflexkameras, zeigten dann die charakteristischen roten und violetten Farben der Polarlichter.

Die Aktivität war wohl nach Dämmerungsende am stärksten, hielt in den ersten Abendstunden an, und soll gegen Mitternacht nochmal stärker geworden sein.

Es eine Überraschung, weniger als einen Monat nach seiner Island-Exkursion wieder Polarlichter zu sehen. In Island waren sie vor allem grün, während hier vor allem die roten Polarlichter, die in größeren Höhen entstehen, zu sehen sind.


Polarlicht über der Sternwarte mit einem Blitz eines Iridium-Satelliten und der Spur eines Flugzeugs (rechts). Die Aufnahme wurde mit 10 mm Brennweite, 1:3.5, ISO 3200 und 20 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen (A. Hänel)

Nachdem die NOZ schon am frühen Morgen darüber berichtet hatte, meldeten sich noch der NDR für ein Interview, das um 14 Uhr gesendet wurde und abends wurde das Bild sogar in den Heute-Nachrichten des ZDF gezeigt!